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Fernwärme

Fernwärme

Fernwärmenutzung in Düsseldorf

Progress.nrw
Das Land NRW fördert für Privatkunden den Fernwärmeanschluss im Rahmen der Landesförderung. Förderanträge finden Sie bei der EnergieAgenturNRW.

Förderantrag

Eine besonders komfortable Möglichkeit für Raumheizung und Warmwasserbereitung ist die Fernwärme, die von rund 15 Prozent der Düsseldorfer Haushalte genutzt wird - Tendenz steigend. Die Kundinnen und Kunden bekommen die Energie praktisch "per Rohrpost" frei Haus geliefert und sparen so neben dem Platz für Brenner und Öltank auch den Aufwand für Anschaffung und Wartung einer eigenen Heizungs-Anlage.

 

An kalten Wintertagen wird in Düsseldorf eine Leistung von bis zu 350 MW Fernwärme benötigt. Im Sommer, wenn die Heizungen abgedreht sind und wesentlich weniger Warmwasser gebraucht wird, kann der Wärmebedarf auf unter 20 MW fallen. Wie bei der Stromversorgung sind deshalb flexible Erzeugungsanlagen notwendig, die sich der schwankenden Nachfrage anpassen.

Fernwärmeerzeugung

Die Energie wird umweltschonend entweder aus Restwärme der Stromproduktion, wie in den Kraftwerken Lausward und Flingern oder in erdgasbetriebenen Heißwasserkesseln, wie beispielsweise in Garath, erzeugt. Dabei wird Wärmeenergie in Form von bis zu 130°C heißem Wasser gewonnen und über ein geschlossenes Leitungssystem einer Vielzahl von Verbrauchern zugeleitet. In den Haushalten wird das heiße Wasser zum Heizen oder für die Warmwasserbereitung eingesetzt und kühlt dabei auf 70 bis 60ºC ab. Anschließend wird es wieder ins Heizwerk gepumpt, wo es erneut erhitzt wird.

 

Obwohl für die Fernwärmeversorgung ein aufwändiges, gut isoliertes Verteilungsnetz betrieben werden muss, kann sich der Marktpreis durchaus mit dem der Energieträger Erdgas und Heizöl messen lassen.

 

Durch den Einsatz von Fernwärme werden in Düsseldorf im Vergleich zur individuellen Ölheizung die CO2-Emissionen um rund 2/3 reduziert. Zusätzlich brauchen jedes Jahr 80 Millionen Liter Heizöl - das entspricht der Ladung von 4.000 Tanklastzügen - nicht auf unseren Straßen transportiert zu werden. Ein zusätzliches Plus für die Umwelt.

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Wärmeinseln Innenstadt und Garath

Ferwärme Inseln

In Düsseldorf gibt es zwei geschlossene Fernwärmenetze, die unabhängig voneinander betrieben werden. In der Innenstadt macht ein über 110 Kilometer langes Netz die Fernwärme praktisch im gesamten Innenstadtbereich verfügbar. Es wird vom Heizkraftwerk Lausward und von den Anlagen im Kraftwerk Flingern mit heißem Wasser gespeist. In den Häusern stehen so genannte Übergabestationen, deren Hauptbestandteil zwei Wärmetauscher sind. Einer der beiden überträgt die Energie aus dem Fernwärmenetz an das in der Heizungsanlage des Hauses zirkulierende Heizwasser. Der andere erwärmt nach dem gleichen Prinzip Trinkwasser, das in einem Speicherbehälter bereit gehalten wird, der den Bedarf jederzeit decken kann.

 

In südlichen Stadtteil Garath wurde nach der Philosophie "1000 Dächer - ein Schornstein" Anfang der sechziger Jahre die Wärmeversorgung Garath gestaltet. Das erdgasbetriebene Heizwerk wurde zwischen der A 59 und der B 8 errichtet und versorgt heute durch ein 60 Kilometer langes Leitungsnetz knapp 20.000 Menschen mit Wärme. Im Gegensatz zur Innenstadt besteht das Garather Netz aus drei Leitungssträngen: Eine Leitung transportiert die Fernwärme vom Heizwerk direkt in die Heizungen der einzelnen Wohnungen - nur in wenigen Ausnahmefällen werden dafür Wärmetauscher eingesetzt. Bei der Erwärmung des Trinkwassers zum Baden, Duschen und Waschen werden hingegen, wie in der Innenstadt, Wärmetauscher verwendet. Hierzu liefert die zweite Leitung 90°C heißes Wasser. Eine dritte Leitung leitet das abgekühlte Wasser wieder ins Heizwerk zurück.

Das Heizwerk Garath

Garath bei Nacht

Der Modernisierungsprozess hat auch das 1965 errichtete Heizwerk Garath verändert: 1998 wurden die alten Kohlekessel stillgelegt und durch hocheffiziente Erdgaskessel ersetzt, die einen Wirkungsgrad von rund 96 Prozent erreichen. Sie arbeiten nach demselben Prinzip wie die Reserve-Spitzenkessel in der Lausward. Durch den Einsatz der neuen Anlagen sinken die CO2-Emissionen des Heizwerks um rund 40 Prozent. Ein weiterer Vorteil ist, dass seit der Umstellung eine Vielzahl von LKW- und Bahntransporten wie beispielsweise für die Anlieferung von Kohle und den Abtransport der Schlacke entfällt.

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